Monatsarchiv für March 2009

Mar 26 2009

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martin_goldmann

Chico auf der Terrasse

Abgelegt unter Chico, Welpen

Unser Mallorca-Findelkind Chico hat sich binnen weniger Tage von einem jämmerlichen Knäuel zu einem kleinen, frechen und aktiven Welpen entwickelt.

Hier entdeckt er gerade die Terrasse und wird sich gleich auch noch in den Garten aufmachen.

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Mar 22 2009

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Chico beim Tierarzt: Die erste Untersuchung des Mallorca-Welpen

Abgelegt unter Chico, Straßenhund, Welpen

Sonntag? Kein Problem für unsere Tierärztin. Für Chico nimmt sie sich Zeit. Das Resultat des Arztbesuchs: Chico ist 200 Gramm leichter. Die Ärztin löst die Verstopfung in Chicos Darm und der Kleine lässt es richtig krachen.

Dabei ist ihm wohl auch noch schlecht geworden. Die von der Ärztin verabreichte Wurmkur spuckt Chico gleich wieder aus.

Abgesehen von der Verstopfung ist Chico so weit ok. Flöhe hat er keine, nur zwei Zecken weist sein Körper auf. Die sind gleich weg. Morgen bekommt er noch einmal eine Wurmkur-Tablette. Nach einem ausführlichen Bad im Waschbecken und dem Reinigen der Ohren hat er erst einmal Ruhe und pennt.

Für 24 Stunden hatte Chico wirklich genug zu tun. Jetzt soll er sich erholen. Dann sehen wir weiter, was aus dem Wurm wird. Für heute ist Chico fertig und gönnt sich erst einmal ein paar Runden kuscheln.

Chico kuschelt mit Frauchen

Chico kuschelt mit Frauchen

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Mar 22 2009

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Chicos Flug nach Deutschland: Air Berlin und der Welpe

Abgelegt unter Chico, Welpen

Es sei kein Problem, dass der Hund mit nach Deutschland fliege. Mit der Aussage meiner Reiseleiterin im Ohr schleppe ich Chico zum Abfertigungsschalter der Air Berlin in Palma de Mallorca. Es sollte aber doch ein Problem werden.

Als ich den Welpen am Schalter vorzeigte schüttelte die Dame den Kopf. Das ginge nicht. Kein Hund an Bord in so einem Transportbehälter.

Chico steckt zu dem Zeitpunkt in einer Art Turnbeutel, den ich beim Radsporturlaub bekommen habe. Mit im Beutel sind die Radklamotten vom Nachmittag, damit Chico meinen Geruch noch in der Nase hat.

Auf meinen Protest hin, winkt die Dame ihre Vorgesetzte herbei. Auch die verneint den Transport, holt aber ob meiner Sturheit wiederum ihre Vorgesetzte herbei. Gemeinsam empfehlen mir die Damen, ich sollte doch in Arenal bei Carrefour eben mal noch eine Transportbox für den Hund kaufen.

Als ich ihn heraushole und frage, ob ich ihn nun wegwerfen soll, kommt noch eine dritte Dame herbei. Und ab diesem Zeitpunkt wendet sich die Geschichte zum Positiven.

Der Beutel sei völlig ok. Ich müsse den Hund nur autorisieren lassen, das Zusatzgepäck bezahlen und dann müsse ich sehen, wie ich mit dem Tierchen in den Flieger komme. “Das letzte Wort hat der Kapitän”, meint die Dame und deutet an, dass ich den Hund einfach mal ganz unauffällig mit an Bord nehmen solle. Die Sicherheitskontrolle sei auch kein Problem.

Das Autorisieren wird zum Schaulaufen für Chico. Als ich den Welpen am Air Berlin-Schalter aus dem Beutel hole und zeige, sind binnen Sekunden sechs, sieben, Air Berlin-Mitarbeiter an der Theke und sind spontan in den Welpen verliebt. Klar ist Chico autorisiert.

Nur noch schnell 20 Euro bezahlen und dann kann ich durch den Check. Selbst der stämmige Sicherheitsbeamte wird weich, als ich ihm Chico in den Arm drücke und durch den Scanner gehe.

Eine gute Stunde später sind wir an Bord. Chico steckt immer noch im Beutel den ich unauffällig zwischen den Beinen baumeln habe. Nach dem Start hole ich den kleinen Wurm aus dem Beutel und stecke ihn unter meine Jacke. Die Vorsicht war unbegründet. Auch beim Kabinenpersonal und den Mitreisenden hatte der kleine sofort einen Stein im Brett.

Und so schaffen wir es: Gegen 23:45 landen wir in Nürnberg und Chico hat ein neues Zuhause.

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Mar 22 2009

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Ausgesetzten Hund auf Mallorca gefunden

Abgelegt unter Welpen

Das war die letzte Trainingsrunde auf Mallorca für dieses Frühjahr. Ich will noch den Tausendsten Kilometer fahren. Bislang bin ich gut voran gekommen, teilweise mit einem Schnitt von über 29 Kilometer pro Stunde.
In der Gegend um Llucmajor kann man prima auf kleinen Service-Wegen fahren. So fahre ich hier auch heute entlang der Autobahn. Nur noch 20 Kilometer trennen mich vom Hotel, da sehe ich rechts am Straßenrand ein kleines, schwarzes, zitterndes Etwas.

Ein Welpe.

Vermutlich ausgesetzt. Zunächst fahre ich weiter. Doch ein paar Hundert Meter weiter rufe ich meine Frau an. Gemeinsam beschließen wir, dass ich noch einmal nach dem kleinen Etwas sehe. Also drehe ich um und fahre den Weg zurück. Zunächst entdecke ich den Welpen nicht wieder. Nur vor einer Mauer fällt mir etwas im Schatten auf. Ich bin nicht sicher, ob das nicht einfach ein Loch in der Mauer ist oder ein Stein. Die Sonnenbrille ist nicht gerade hilfreich.

Da sitzt er, ein winziger Welpe vor einer riesigen Mauer. Ich beschließe, ihn mitzunehmen und bringe den Winzling in meinem Radtrikot unter. Über eine Autobahnbrücke bin ich gleich in Llucmajor und frage mich zu einem Tierarzt durch.

„Rund 40 Tage“, meint die Tierärztin, ist der kleine Hund alt. Für mich steht der Entschluss fest. Er kommt mit nach Deutschland, wenn er ok ist. Die Untersuchung fällt positiv aus. Der kleine Wurm ist so weit gesund. Die Tierärztin gibt mir die Papiere, verpasst dem maunzenden Knäuel einen Chip und drückt mir noch etwas Futter und eine Tablette in die Hand.

Chico soll der Kleine heißen.

Ich packe Chico wieder in mein Trikot und bringe ihn nach Hause ins Hotel. Während der Fahrt kringelt sich Chico zusammen und ist ganz ruhig. Nur in einer langen Abfahrt wird der unruhig und krabbelt unter dem Trikot herum – gerade da, wo ich beide Hände auf dem Lenker brauche. Aber wir haben es geschafft.

In das Hotel habe ich Chico auch unter dem Trikot geschmuggelt. Auf dem Zimmer gibt es ein wenig Wasser und das Futter, dass ich in der Tierarztpraxis bekommen habe. Chico haut ganz schön rein. Die halbe Dose ist im Nu weg.

Welpe Chico schläft im Hotel

Welpe Chico schläft im Hotel

Seit bald anderthalb Stunden schläft Chico wie ein Stein. Er hatte wohl ne harte Zeit – keine Ahnung, wie lang er schon auf der Straße saß.

Chico wird in meiner Jacke mit nach Deutschland kommen.

Und meine 1000 Kilometer habe ich auch beisammen.

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