Jul
24
2008

martin_goldmann
Bienchen hat einen Lieblingsball. Der ist blau. Und wenn wir ihn dabei haben, wird der Ball fleißig geworfen.
Ein paar Dinge habe ich dabei schon gelernt. Zum Beispiel: eine kleine Plastiktüte mitnehmen, um den angesabberten Ball nach dem Spiel einigermaßen hygienisch wegzupacken. Und: Den Ball rechtzeitig wieder wegnehmen, falls es nach dem Spielen noch zum Fluss geht.
Bienchen hatte den Ball nämlich schon zweimal nach dem Spiel gekonnt im Fluss versenkt. Dann guckt sie immer verwirrt auf die Wasseroberfläche und ich darf Schuhe ausziehen, Handy weglegen und in das Wasser waten, bis ich den Ball wieder finde.
Deshalb habe ich mich neulich auch ein wenig geärgert, als Bienchen nach dem Ballwurf samt dem blauen Prachtstück in einer großen Wiese verschwand.
Prima: Die taube Biene war mal wieder auf und davon. Also hab ich mich mit Nelson in die Gegenrichtung aufgemacht. Irgendwann merkte sie dann, dass ich weg bin und kam wie der Blitz angewetzt. Ohne Ball.
Ich war erleichtert, dass die Kleine wieder da war, machte aber eher unabsichtlich eine fragende Geste, da ich den Ball nicht sah. Diese Geste mache ich auch immer im Garten, wenn ich ihr andeuten will, dass ich ihr Spielzeug gerade nicht habe und dass sie es suchen muss.
Bienchen hat verstanden. Sie drehte um, verschwand und kam eine Minute später mit dem Ball im Maul wieder zurück. Tolle Leistung. Und seitdem weiß ich: Bienchen versteht mich.
Jun
25
2008

martin_goldmann
Unsere Dalmatiner-Hündin Columbina hat ihren Freiheitsdrang entdeckt und Wege hinaus auf die Straße gefunden. Das ist auch ganz einfach. Sie musste nur auf das Hochbeet springen, dann noch eine Etage höher zum Nachbarsgarten und schon war sie in Freiheit.
Ein unbedachter Wurf mit dem Kong hat sie wohl auf die Idee gebracht, dass man auch irgendwo hinauf springen kann.
Also haben wir uns entschlossen zwischen Hochbeet und Nachbarsgarten einen Zaun zu bauen. Einen Besuch bei Obi und ein paar Stunden später war das auch erledigt.
Dennoch war Bienchen am nächsten Tag noch einmal verschwunden. Wir haben eine Stelle im Verdacht, in der zwischen Zaun und der Stützmauer zum Nachbarsgarten ein zu großer Abstand war. Nun haben wir den verringert und warten darauf, ob Bienchen nochmals ausbüchst.
Bienchen ist nicht so einfach einzufangen, wenn sie einmal abhaut – schließlich hört sie nichts. Und wenn sie dann noch irgendwas interessiert, zum Beispiel herumfliegende Blätter, verschwindet sie in ihrer eigenen, kleinen Welt und bemerkt nichts um sich herum. Deswegen hilft nur der Zaun.

May
07
2008

martin_goldmann
So, heute war Abenteuer angesagt. Bienchen, Nelson und ich sind eine komplett neue Route gegangen. Weit durch unser Flußtal, dann über eine Brücke, hoch zum Main-Donau-Kanal und durch den Ort zurück nach Hause. Anderthalb Stunden Abenteuer.
Besonders für Bienchen, aber auch für Nelson und mich waren viele Situationen neu.
- Am Kanal waren viele, schnelle Radfahrer unterwegs. Bienchen hat die kaum wahrgenommen. Nelson hat sie ignoriert, allerdings in einer Weise, die nicht ungefährlich war und zu Kollisionen hätte führen können. Ich habe Nelson dann immer zu mir gerufen, wenn ein Radler in der Nähe war.
Schade, dass einige Radfahrer nicht heruntergebremst haben. Ich mache das immer – egal wie schnell ich bin. Wer Power hat, kann danach auch wieder beschleunigen.
- Im Ort waren viele Autos und noch mehr neue Eindrücke. Hier habe ich Nelson dann auch an die Leine genommen, als er einmal unvermittelt zum Randstein hin abbog und einen Autofahrer erschreckte, der Nelson schon über die Straße laufen sah.
Und natürlich waren die Wege, die Gerüche, die Ecken, Winkel und Wiesen neu für die beiden. Kurz, es war ein schöner Spaziergang.
May
06
2008

martin_goldmann
Hach, so ein Frühling hat etwas. Endlich wieder in kurzen Klamotten rausgehen, die milde Luft genießen und sich einfach etwas mehr Zeit beim Spazieren lassen.
Gerade Bienchen gefällt es, wenn ich mich zwischendurch einfach einmal hinhocke und abwarte, was sie macht. Denn auf der Wiese und dem Weg gibt es jede Menge zu erschnuppern. Die Zeit lasse ich ihr ab und an. Die Kleine genießt das sichtlich.
Nelson geiert derweil weiter vorne herum und stöbert hin und wieder irgend einen alten Knochen auf.
Das war – neben dem ruhigen Spaziergang – mein zweites Highlight heute. Nelson hat nämlich ein Stück Knochen auf “aus” wirklich fallen gelassen. Damit hat er sich den Jackpot verdient: eine ganze Handvoll Leckerli hat es dafür gegeben, dass er mir den Knochen freiwillig gelassen hat.
Und weil ich meine Gedanken auf dem Spaziergang so entspannt schweifen lassen konnte, habe ich gleich noch einen kleinen Text zur Abwechslung auf Hunde-Spaziergängen in den Tippscout gepackt.
Apr
28
2008

martin_goldmann
Der arme Schmetterling, der heute fröhlich trudelnd seine Bahn in die Frühlingsluft malte. Sein Leben war nur sehr kurz.
Schuld war Bienchen. Wie ein Blitz hat sich die rund drei Meter zwischen sich und dem Trudeltier überwunden und zugeschnappt. Ich habe erst gar nicht verstanden, was sie sich da geschnappt hatte.
Ihrem Gesicht nach scheint Schmetterling aber nicht zu schmecken. Sie hat ein wenig daran rumgeschlabbert und ihn dann ausgespuckt. Ich gehe nicht davon aus, dass der Schmetterling das überlebt hat.