Jan 30 2006
Ein Hund mit Leishmaniose?
Dalmatiner-Rüde Nelson kommt aus Spanien. Er wurde auf der Straße gefunden – vermutlich ausgesetzt. Wie viele Hunde im Mittelmeerraum ist er Leishmaniose-positiv. Mit einer Spritzenkur wurde Nelson bereits in Madrid behandelt. Wir setzen hier die Behandlung mit zwei Tabletten Allopurinol am Tag fort.
Symptome waren bei Nelson zum Glück noch nicht zu erkennen. Auch jetzt – nach über einem Jahr – ist Nelson symptomfrei und ein munterer Hund.
Halbjährlich lassen wir Nelson auf seinen Leishmaniose-Titer testen. Beim letzten Test lag der Titer bei 1:200. Das ist ein deutlich besserer Wert, als damals bei seiner Ankunft in Deutschland.
Wir gehen davon aus, dass Nelson weiterhin symptomfrei bleiben wird. Die rund 10 Euro pro Monat für die Tabletten sind gut angelegt. Darüber hinaus bekommt Nelson noch einen Futterzusatz aus Kräutern, die das Immunsystem stärken sowie Vitamine.
Achtung: Dieser Beitrag soll die Leishmaniose nicht verharmlosen. Die Krankheit ist ernst zu nehmen und kann einen wirklich drastischen und für den Hund tödlichen Verlauf nehmen. Wer sich einen Hund mit Leishmaniose holt, sollte sich zuvor auch vergewissern, dass in seinem Wohngebiet die Sandmücke definitiv nicht vorkommt. Denn die überträgt Leishmaniose – auch auf den Menschen.
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