Zehn Jahre Bienchen

Anfang Dezember 2005 bekamen wir eine Obstkiste. Darin saß ein süßer kleiner Dalmatiner. Ein Mädchen. „Columbina“ hieß sie – bald nur noch „Bienchen“.

Bienchen stammt von der Insel Kreta. Dort war sie vor einem Tierheim abgelegt worden. Warum? Weil sie taub ist. Und taube Dalmatiner verkaufen sich nicht gut. Auch nicht auf Kreta.

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Drei Hunde? Das ist nicht einfach

Chico aka Wuschel aka Strupfel aka Wuscholino...
Chico aka Wuschel aka Strupfel aka Wuscholino…

Ihr ahnt ja nicht, wie schwer man es mit drei Hunden hat. Nicht das Füttern oder das Gassi gehen sind das Problem. Es sind die Namen.

Wir haben drei Hunde. Ihre offiziellen Namen sind Columbina, Affinity und Chico. Drei Namen, die ich mir schon mal merken muss.

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Nur, wir nennen Columbina nur selten bei ihrem Original-Namen. Sie hieß und heißt bei uns seit ihrer Ankunft „Bienchen“.

Also schon vier Namen zu merken.

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Affinity geht auch gar nicht als Rufname. Wenn ich mir vorstelle, dass ich auf der Wiese stehe und „Ahfiiiiinityyyy“ rufe, komme ich mir albern vor. Also heißt Affinity bei uns kurz „Fini“.

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In dringenden Fällen nenne ich sie auch „Finifini“.

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Kommen wir zu Chico. Seinen Namen durfte ich mir selbst aussuchen. Die beiden Dalmimädels haben ihren Namen bei der Pflegefamilie und beim Züchter bekommen. Chico war der Name, der mir damals beim Tierarzt in Llucmajor einfiel, als ich den kleinen Wurm gerade gefunden hatte.

Da ich einen Hang zu Dopplern habe, rufe ich Chico auch gerne mal „Chicochico“.

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Ach, und dann kommen noch die Spitznamen dazu. Bienchen war eine Zeitlang mal etwas, naja, moppelig. Aus dieser Zeit hat sie den Spitznamen „Hummel“ behalten.

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Da sie gerne auch mal brummt, nenne ich sie gerne auch „Brummelhummel“.

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Fini trägt außerdem noch den Spitznamen „Finuline“.

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Und dann erst Chico:

„Wuschel“

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„Strupfel“

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„Wuscholino“

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…es ist zum auswachsen.

Ich verwechsle die Namen

Zu allem Überfluss verwechsle ich die Namen auch noch andauernd. Da rufe ich Fini als „Hummel“ und Bienchen ist „Fini“.

Ganz bitter war es neulich auf dem Rückweg von einem sonnigen Spaziergang: „He, Du, äh, ja, kleiner schwarzer Hund, ja, Du.“

Chico sah mich mitleidig an. Totaler Blackout.

Aber ein Trick hilft: Ich nehme die Namen einfach zusammen. Vor allen bei den beiden Dalmi-Damen ist das praktisch. Ich rufe einfach „Finibini“. Da Bienchen eh taub ist, hört sie es nicht und Fini fühlt sich angesprochen. Draußen achtet Bienchen ohnehin auf Fini und kommt dann mit angetrabt. Meistens.

 

Warum Dalmatiner nur manchmal weiß sind

Es ist ein milder Herbst. Ende Oktober haben wir  immer noch 15 Grad. Für die Dalmis bestes Badewetter.

Wasser haben wir genug auf unserer Gassi-Runde. Wir laufen oft an der Regnitz entlang, außerdem führt ein kleiner Bach um ein Wehr herum, damit die Fische flussaufwärts zu ihren Laichgründen kommen.

Die Regnitz und der kleine Bach sind heute fast leer. Ich vermute, das liegt daran, dass die Brücke endlich repariert wird und die Bauarbeiter keine nassen Füße bekommen wollen.

Abgelassene Bäche sind natürlich klasse zum Spielen. Und so haben  Fini und Bienchen heute ausgiebig im Bachbett gespielt, das zu 90 Prozent aus Matsch und 10 Prozent aus Wasser besteht.

Ein kleines Schlammbad im Herbst ist gut für die Haut.
Ein kleines Schlammbad im Herbst ist gut für die Haut.

Zu Hause habe ich beide Hunde mit dem Handtuch trocken gerubbelt. Unter die Dusche kommen sie nicht – da wäre die Sauerei hinterher noch größer.

Bei dem normalen Fellwechsel-Rhythmus der Dalmis sollten bis heute Abend ohnehin wieder saubere Haare nachgewachsen sein 😉

Es wird kalt draußen…

Nicht mehr lange, dann werden draußen wieder die Schneeflocken fallen und die Temperaturen zum frieren in den Keller gehen.

Dalmatinerin Bienchen ist darauf schon vorbereitet. Sie liebt es, sich unter Decken einzurollen und zu schlafen. Oft bleibt sie komplett unter der Decke eingebuddelt, besonders dann, wenn Franziska oder ich mit auf dem Sofa sitzen.

Sobald kein Mensch auf dem Sofa dabei ist, steckt sie ihren Kopf aus der Decke. So bekommt sie ein wenig mit, was um sie herum los ist. Denn hören kann sie nichts. Bienchen ist von Geburt an taub.

Eine Decke? Nein, es sind zwei. Auf einer liegt Bienchen, die andere deckt sie zu.
Eine Decke? Nein, es sind zwei. Auf einer liegt Bienchen, die andere deckt sie zu.

Bienchen und ich

Dalmatiner-Dame Bienchen sitzt gerne auf meinem Schoß. Eine gute Gelegenheit, Bilder von Ihr und mir zusammen zu machen. Ich nehme dafür meine Spiegelreflex-Kamera, schalte sie auf Vollautomatik und ziele irgendwie auf Bienchen und mich.

Das kommt dann bei solchen Veranstaltungen heraus: